Editionsvertrag

Der Editionsvertrag ist ein rechtlich bindendes Übereinkommen zwischen einem Urheber oder andererweitigen Branchenakteuren, z.B. einem Produzent oder Manager, und einem Musikverlag mit dem Bestreben einer engeren Zusammenarbeit, auf der die im Vertrag meist schriftlich niedergelegten Rechte und Pflichten individuell angepasst werden. Der Vertrag kann auch genutzt werden, um einen neuen Urheber oder sonstigen Musikschaffenden durch bestimmte Vorteile an den Verlag zu binden. Inhalt des Editionsvertrages ist die Gründung einer Edition, die Werke bestimmter Autoren verlegt und bei der GEMA angemeldet wird. Für den Urheber oder Musikschaffenden, den Editionär, hat eine Edition zum Vorteil, dass er an den Gewinnen aus der gemeinsamen Verwertung der Nutzungsrechte einen meist höheren Anteil erhält. Dieser liegt oft bei bis zu 50 Prozent. Die übliche Vertragsdauer liegt bei drei Jahren. Ein wichtiger Punkt im Editionsvertrag ist die Frage, wie die Nutzungsrechte nach Beendigung des Vertrages gehandhabt werden.