Filmverwendungsrecht

Das Filmverwendungsrecht (auch Filmherstellungs- und Synchronisationsrecht) bezeichnet das urheberrechtliche Nutzungsrecht der audiovisuellen Verbindung zweier Werke, also die Nutzung eines Musikwerks im Film oder sonstigem Bewegtbild. Möchte ein Filmproduzent ein Musikwerk nutzen, muss er zunächst die Filmherstellungsrechte vom Urheber einholen. Ist der Urheber nach dem Berechtigungsvertrag Mitglied der GEMA, überträgt er auch dieses Recht an die Verwertungsgesellschaft. Diese Übertragung erfolgt jedoch unter der Kondition, dass die GEMA Anfragen an den Urheber weiterleitet und dieser innerhalb von vier Wochen schriftlich mitteilen kann, ob er sie in seinem Namen wahrnehmen möchte. Ist das der Fall, fällt das Filmherstellungsrecht wieder auf ihn zurück. Die dazugehörigen Lizenzverhandlungen werden dann zwischen Produktionsfirma und Urheber ausgetragen. Jedoch ist nur die Erstverbindung von Musik und Bild damit gedeckt, weitere notwendige Lizenzen, z.B. die Vervielfältigungs- oder Verwertungslizenz müssen weiterhin bei der GEMA eingeholt werden. Im anglo-amerikanischen Raum werden die Begriffe synch rights oder synchronization rights genutzt.