Freie Benutzung

Nach § 24 UrhG ist die Verwendung eines bestehenden künstlerischen Werkes in einem gewissen Umfang als Anregung für die eigene Wertschöpfung gestattet, solange dabei ein eigenständiges schutzfähiges Werk entsteht und die entnommenen Elemente durch die neu geschöpften Elemente in den Schatten gestellt werden. Dieses Gesetz gilt jedoch nicht uneingeschränkt für den Bereich der Musik, da hier der starre Melodieschutz greift. Das bedeutet, dass die Übernahme und Verwendung von urheberrechtlich geschützten Melodien ohne vorherige Lizenzierungen nicht erlaubt sind. Das gilt jedoch nicht für andere Elemente wie Rhythmus oder Harmonie. Wann eine Bearbeitung eines Werks in freier Benutzung vorliegt, ist in sehr vielen Fällen schwer zu bestimmen und wird oft Gegenstand gerichtlicher Urheberrechtsauseinandersetzungen.