ICLA (Intercompany Licence Agreement)

Um die Vermarktung eines im Inland unter Vertrag stehenden Künstlers und die entsprechende Rechteübertragung an ausländischen Konzernschwestern zu vereinfachen und effizienter zu gestalten, nutzen global operierende Major-Konzerne einen unternehmensinternen Lizenzvertrag, der den vollständigen weltweiten Lizenzverkehr in einer zentralen Vereinbarung vereint, dem Intercompany Licence Agreement bzw. ICLA. Der Rechtefluss funktioniert damit in beide Richtungen einheitlich, wodurch auch ausländisches Repertoire einfacher im Inland vermarktet werden kann. Da die Lizenzen in beide Richtungen fließen, können die beteiligten Niederlassungen sowohl Lizenznehmer als auch -geber sein. Im ICLA wird die lizenzgebende Konzerntochter meist als "Repertoire Owner" oder bloß "Owner" und die lizenznehmende als "Operating Company" bzw. "OpCo" bezeichnet. Jeder Owner schließt gleichlautende Vereinbarungen mit dem konzerninternen Repertoire Center ab und überträgt diesem damit die Auslandsrechte seines gesamten Repertoires, der wiederum die Rechte an die weltweiten OpCos lizenziert. Das Repertoire Center fungiert üblicherweise auch als zentrale Abrechnungsstelle für die weltweit fließenden Lizenzen.
Zusätzlich zum ICLA haben die Major-Konzerne ein Meldesystem implementiert, das die einzelnen OpCos über Vertragsenden der bei den einzelnen Ownern lokal unter Vertrag stehenden Künstler informiert.