Konzertvertrag

Der Konzertvertrag ist ein rechtlich bindendes Übereinkommen zwischen dem Veranstalter eines Events und den dort auftretenden Künstlern, der die Rechte und Pflichten beider Parteien in Bezug auf das Event, insbesondere die Vergütung der Künstler und die Erbringung der Darbietungsleistung, regelt. Ein Konzertvertrag kann sowohl als Werk- als auch als Dienstvertrag behandelt werden, wobei es sich in der Regel überwiegend um Werkverträge handelt. Der durch eine Dienstleistung herbeizuführende Erfolg, zu dem der Künstler gegen eine Vergütung bei einem Werkvertrag verpflichtet ist, ist dabei jedoch nicht durch die positive Reaktion des Publikums oder Veranstalters definiert, sondern dadurch, dass sich die erbrachte Leistung in einem vorher festgelegten Rahmen bewegt. Dieser Rahmen beinhaltet auch, dass der Künstler ein Ergebnis in Form eines Programms erbringt, das seiner künstlerischen Qualifikation und Eigenart entspricht. Der Veranstalter kann dem Künstler zwar Weisungen bezüglich der Vertragsausführung erteilen, jedoch nicht vollständig in seine Gestaltungsfreiheit eingreifen, die im Endeffekt über den Erfolg entscheidet. Ist der Erfolg zum Beispiel durch Schlechterfüllung nicht gegeben, kann der Veranstalter eine Lohnminderung heranziehen oder Schadensersatz verlangen. Ein Dienstvertrag liegt vor, sobald der Veranstalter konkrete Anforderungen an den Inhalt und die Darbietung des Konzerts stellt und somit keinen Platz für die gestalterische Freiheit des Künstlers besteht, der damit nur die Weisungen des Veranstalters erfüllt und dem Konzert keine darüberhinausgehende persönliche Note gibt.