Leistungsschutzrecht

Leistungsschutzrechte sind Schutzrechte, die dem Urheberrecht ähneln und daher auch als verwandte Schutzrechte bezeichnet und in einem eigens dafür vorgesehenen Teil des Urheberrechtsgesetzes fixiert sind. Sie schützen künstlerische und wissenschaftliche Leistungen, die verbunden sind mit der Auswertung bzw. Vermittlung eines urheberrechtlich geschützten Werkes. Somit gelten sie als Schutzrechte für die finanzierende und organisatorische Arbeit von Werkmittlern. Im musikalischen Bereich fallen darunter der Schutz des ausübenden Künstlers (§§ 73 ff. UrhG), der Schutz des Veranstalters (§ 81 UrhG) sowie der Schutz des Herstellers von Tonträgern (§ 85 UrhG). Die Leistungsschutzrechte der Beteiligten an einem Werk gelten für 50 Jahre nach dessen Veröffentlichung. In Deutschland nimmt die GVL diese Rechte für ihre Mitglieder wahr. Die Rechte an einer konkreten Musikaufnahme werden auch als Masterrechte bezeichnet.