Managementvertrag

Der Managementvertrag in der Musikindustrie ist ein rechtlich bindendes Übereinkommen zwischen einem Künstler und seinem Manager, der u.a. die Aspekte der karriere- und imagebildenden Zusammenarbeit, das Vergütungsmodell sowie die Rechte und Pflichten beider Parteien meist schriftlich fixiert. Auf Seiten des Künstlers besteht in der Regel persönliche Exklusivität. Der Manager, wenn nicht anders im Managementvertrag geregelt, unterliegt meist keiner Exklusivität und kann während der Vertragsdauer weitere Künstler vertreten. Die Vertragsdauer beträgt meist zwei bis drei Jahre. Der Managementvertrag wird als Dienstvertrag mit Elementen eines Geschäftsbesorungsvertrags abgeschlossen. Eine wichtige Voraussetzung für einen Managementvertrag ist eine gemeinsame Basis aus Vertrauen und Leistungsbereitschaft und eine geteilte Vision. Aufgrund des hohen Vertrauensverhältnisses, kann der Künstler, wenn vertraglich nicht anders bestimmt, nach § 627 BGB den Managementvertrag jederzeit ohne Angaben von Gründen kündigen.