Nutzungsrecht

Um ein urheberrechtlich geschütztes Werk verwenden zu dürfen, muss üblicherweise für die Art der Nutzung ein Nutzungsrecht vom Urheber erworben werden. Dies kann über einen Urheberrechtsvertrag juristisch geregelt werden. Für viele Urheber ist die Übertragung einzelner oder mehrerer Nutzungsrechte und die in den Verträgen festgelegte Vergütung eine wichtige Möglichkeit, aus ihren Werken Profit zu schlagen und ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Unterschieden wird dabei zwischen einfachen und ausschließlichen Nutzungsrechten. Das einfache Nutzungsrecht ermöglicht dem Rechtinhaber, ein urheberrechtlich geschütztes Werk auf eine festgelegte Art zu verwenden. Gleichzeitig können auch weitere Dritte das gleiche Recht vom Urheber erwerben und das Werk auf dieselbe Art nutzen. Einfache Nutzungsrechte sind meist günstiger zu erwerben als ausschließliche Nutzungsrechte. Beim Erwerb eines ausschließlichen Nutzungsrechts darf das Werk nur von dem einen Rechteinhaber verwendet werden. Dieser darf auch über die Vergabe weiterer Nutzungsrechte entscheiden. Möchte der Urheber sein Werk trotz der Einräumung des ausschließlichen Nutzungsrechts weiterhin selber nutzen, kann dies durch die Klausel der "eingeschränkten Ausschließlichkeit" im Urhebervertrag geregelt werden. Nutzungsrechte könne zudem räumlich, zeitlich und inhaltlich beschränkt werden. Da es kaum in der Macht eines einzelnen Urhebers steht, zu überprüfen, ob seine Werke rechtmäßig genutzt und vergütet werden, melden sich viele Künstler bei einer Verwertungsgesellschaft an. In der deutschen Musikbranche ist die GEMA für die Verwaltung der Nutzungsrechte von Urhebern wie Textdichtern oder Komponisten zuständig.