Rechteeinräumung

Nach deutschem Urheberrechtgesetz sind die Verwertungs- und Urheberpersönlichkeitsrechte, die dem Urheber eines Werkes automatisch zustehen, nur im Falle seines Todes per Testament oder über die gesetzliche Erbfolge für 70 Jahre auf die Nachkommen übertragbar. Interessenten können aber die wirtschaftlich bedeutsamen Rechte, die Nutzungsrechte, die sich aus den Verwertungsrechten ergeben, vom Urheber erwerben. Der Urheber kann nach § 31 UrhG dem Lizenznehmer nach eigenem Ermessen je nach Nutzungsart über einen Urheberrechtsvertrag einzelne oder alle Nutzungsrechte inhaltlich, räumlich oder zeitlich beschränkt einräumen und erhält im Gegenzug meist eine vorher festgelegte, im Idealfall angemessene Vergütung. Der Urheber kann auch Rechte für zukünftige, noch unbekannte Nutzungsarten vergeben. Wurden ausschließliche Nutzungsrechte erworben, kann der Rechteinhaber seinerseits einem anderen Lizenznehmer diese Nutzungsrechte weitervergeben. Die Urheberpersönlichkeitsrechte verbleiben jedoch immer beim Urheber.