Rechteübertragung

Eine Übertragung der Verwertungs- und Urheberpersönlichkeitsrechte eines Urhebers ist nach deutschem Gesetz nur mit seinem Tod per Testament oder über die gesetzliche Erbfolge bis zum Ende der Schutzfrist auf die Nachkommen möglich. Interessenten können aber eine Rechteinräumung der wirtschaftlich bedeutsamen Rechte, der Nutzungsrechte, die sich aus den Verwertungsrechten ergeben, vom Urheber über einen Urheberrechtsvertrag erzielen. Der Urheber kann nach § 31 UrhG dem Lizenznehmer nach eigenem Ermessen je nach Nutzungsart über einen Lizenzvertrag einzelne oder alle Nutzungsrechte inhaltlich, räumlich oder zeitlich beschränkt einräumen und erhält im Gegenzug meist eine vorher festgelegte, im Idealfall angemessene Vergütung. Der Urheber kann auch Rechte für zukünftige, noch unbekannte Nutzungsarten vergeben. Wurden ausschließliche Nutzungsrechte erworben, kann der Rechteinhaber seinerseits einem anderen Lizenznehmer diese Nutzungsrechte als Unterlizenzen weitervergeben. Die Urheberpersönlichkeitsrechte verbleiben jedoch immer beim Urheber.