Schranken des Urheberrechts

Obwohl der Urheber eines Werkes die ausschließlichen Rechte daran besitzt, ist es anderen Personen unter bestimmten Umständen gestattet, das Werk ohne vorherige Einräumung der Nutzungsrechte zu verwenden. Diese Umstände sind in den Schranken des Urheberrechts in den §§ 44a bis 63a UrhG fixiert. Dabei wird unterschieden zwischen Schranken zur freien Nutzung, z.B. bei Schulfunksendungen (§ 47 UrhG) oder bei Zitaten (§ 51 UrhG), und Schranken mit gesetzlichen Lizenzen. Letzteres ermöglicht zwar ebenfalls die erlaubnisfreie Nutzung, bedarf aber einer Vergütung. Darunter fallen z.B. die Öffentliche Wiedergabe (§ 52 UrhG) oder Sammlungen für Kirchen-, Schul- oder Unterrichtsgebrauch (§ 46 UrhG), auch bekannt als Schulbuchprivileg. Wie die Vergütung zu entrichten ist, unterscheidet sich. In der Regel kommen dabei Verwertungsgesellschaften ins Spiel, die die Ansprüche für ihre Mitglieder treuhänderisch wahrnehmen und anschließend ausschütten.