Schutzfrist

In den §§ 64 bis 69 UrhG sind die Dauer der urheberrechtlichen Schutzfrist eines Werkes und die davon ausgenommenen Fälle fixiert. In der Regel beläuft sich die Schutzfrist auf 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers. Wurde ein Werk von mehreren Miturhebern erschaffen, erlischt die Schutzfrist 70 Jahre nach dem Tod des längstlebenden Miturhebers. Berechnet wird die Schutzfrist ab dem Ablauf des Kalenderjahres, in dem der Urheber gestorben ist. Das Urheberrecht von anonymen und pseudonymen Werken gilt für 70 Jahre nach ihrer Veröffentlichung oder für 70 Jahre nach ihrer Schöpfung, wenn sie in diesem Zeitraum nicht veröffentlich wurden. Kann die Identität innerhalb der 70 Jahre zweifellos zugeordnet werden, gelten wieder die ursprünglichen Regeln. Das Urheberrecht geht nach dem Tod des Urhebers per Testament oder über die gesetzliche Erbfolge bis zum Ende der Schutzfrist auf die Nachkommen über, die damit über die Verwertungsrechte verfügen und Nutzungsrechte einräumen können. Ist das Urheberrecht verjährt, wird das Werk als gemeinfrei eingestuft und kann von jedem frei genutzt werden.