Ausländersteuer

Die Ausländersteuer oder "beschränkte Steuerpflicht" nach § 50a EStG wird dann fällig, wenn ein Künstler in einem anderen Staat als dem, der seinen Hauptwohnsitz beheimatet, Einnahmen erzielt. Diese Steuer hat der Auftraggeber als Abzug vom Honorar des Künstlers einzubehalten. Er muss die Steuer schließlich an das Finanzamt abführen und haftet auch für sie. In Deutschland greift die Steuer ab einer Bruttogage von 250 €. Generell gilt eine pauschale Bruttobesteuerung von 15% auf die volle Höhe der Einnahmen (nicht auf den Gewinn!). Kommt der Künstler aus der EU oder dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), hat er bei einem Gastspiel in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit einer Nettobesteuerung. Dabei werden die Betriebskosten vorher abgezogen und der Betrag mit einem erhöhten Steuersatz von 30% besteuert. Die Steuer gilt nicht nur, wenn ein Künstler das Inland betritt, sondern auch wenn seine Werke im entsprechenden Land verwertet werden, z.B. bei Einnahmen aus Plattenverträgen oder Nutzungsrechten.