Soundtrack-Verwertungsvertrag

Der Soundtrack-Verwertungsvertrag ist ein rechtlich bindendes Übereinkommen zwischen einem Filmproduzenten (bzw. dem Rechteinhaber des Soundtracks) und einem Lizenznehmer wie z.B. einem Label und hat die gleichen Grundzüge wie ein Bandübernahmevertrag. Dem Label wird der Soundtrack zu Verwertungszwecken auf Tonträgern oder als Music-on-Demand-Titel zur Verfügung gestellt und die entsprechenden Rechte vom Produzenten übertragen. Enthält der Soundtrack Fremdtitel, werden die weiterhin einzuholenden Nutzungsrechte der Urheber und Leistungsschutzberechtigten üblicherweise vom Label auf eigene Kosten geklärt. Das Label verpflichtet sich zudem meist dazu, den Soundtrack spätestens mit der Erstaufführung des Films zu veröffentlichen. Der Produzent ist üblicherweise mit einer Vergütung in Höhe von 16% bis 24% des HAP bzw. der Streaming-Einnahmen an der Verwertung des Soundtracks beteiligt.