Subverlag

Der Begriff des Subverlags bzw. -verlegers wird ausschließlich in der Musikindustrie verwendet und findet sich nicht im Buchverlagswesen wieder. Über einen Subverlag können Urheber bzw. deren Verlage, die sich ein weltweites Verlagsrecht haben einräumen lassen, außerhalb ihres Heimatlandes Musikwerke verbreiten und verwerten. Ein Subverlag ist somit ein Musikverlag, der Musikwerke von ausländischen Verlegern durch das Abschließen eines Subverlagsvertrags für ein oder mehrere Länder übernimmt und ihm damit für das Gebiet ein ausschließliches Verlagsrecht zukommt. Gleichzeitig ist der Subverleger jedoch auch verpflichtet, die Verlagsrechte auszuführen. In der Regel haben Subverlage in ihrem Land oder ihren Ländern Wahrnehmungsverträge mit den jeweiligen Verwertungsgesellschaften, die wiederum unter einem Gegenseitigkeitsvertrag mit der GEMA stehen. Dadurch kann im Ausland üblicherweise eine lückenlose Rechtewahrnehmung für den Urheber bzw. den Verlag gewährleistet werden. Der Subverlag wird meist mit einer Vergütung von 15% bis 50% an den Einnahmen im Vertragsgebiet beteiligt und führt den restlichen Erlös an den Originalmusikverlag ab, der wiederum mit dem Urheber je nach Vertragslage abrechnet.