Hinterlegung

Im deutschen Urheberrecht ist nur die ausgestaltete Idee, also ein bereits gemaltes Bild oder ein notiertes Musikstück, schutzwürdig, nicht jedoch die Idee selbst. Mit der Fertigstellung von bspw. einer Komposition stehen dem Schöpfer ohne Anmeldung alle Urheberrechte bezüglich des Werkes zu. Um in einem Streitfall das eigene Urheberrecht sicher nachweisen zu können, kann eine Hinterlegung bei einem unbeteiligten Dritten, z.B. einem Notar oder einem Rechtsanwalt, mit entsprechendem Datum sinnvoll sein. Wird ein identisches oder ähnliches Werk nach diesem Zeitpunkt veröffentlicht, ermöglicht die Hinterlegung einen Prioritätsnachweis. Kann der Plagiator nicht beweisen das Werk vor dem beglaubigten Datum erstellt zu haben, verliert er den Prozess und dem Urheber können Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche zustehen.